Aktuelle Informationen zur Luft- und Wasserhygiene

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Motion von NR Ruth Humbel

Ruth HumbelNach sehr intensiven Vorbereitungen, Abklärungen, Netzwerkgesprächen hat Nationalrätin Ruth Humbel die Motion "Gewährleistung von Sicherheit und Hygiene bei raumlufttechnischen Anlagen" eingereicht.

Die Motion trägt die Nummer 14.3608. Mit diesem Link können sie jederzeit den Stand der Verhandlungen verfolgen. Der Nationalrat wird das Geschäft als Erster behandeln. Das Departement des Innern ist für dieses Geschäft zuständig. 

Folgende 10 Nationalräte haben mitunterzeichnet
Candinas Martin, Gilli Yvonne, Grossen Jürg, Grunder Hans, Hess Lorenz, Kessler Margrit, Müller-Altermatt Stefan, Riklin Kathy, Steiert Jean-François, Weibel Thomas.

Vielen Dank an Nationalrätin Ruth Humbel und vielen Helfern. Ein spezieller Dank geht an die Konferenz der Gebäudetechnik und Ihrem Lobbyisten Stephan Peterhans. Es gilt die NR-Kontakte weiter zu pflegen und die Mehrheit für eine Annahme  der Motion zu überzeugen.

 

Motion Ruth Humbel, 19. Juni 2014 

Gewährleistung von Sicherheit und Hygiene bei raumlufttechnischen Anlagen 

Text: Der Bundesrat wird beauftragt, gesetzliche Grundlagen zu erlassen, welche schweizweit die Sicherheit und Hygiene raumlufttechnischer (RLT) Anlagen und Geräte einheitlich regelt. 

Begründung: In der Antwort auf die Interpellation 13.3585, Qualität der Raumluft, erkennt der Bundesrat einen Handlungsbedarf für die Sicherstellung der Raumluftqualität, welche auf Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit der Raumnutzer einen grossen Einfluss hat. Infolge strengerer Bauvorschriften zur Erhöhung der Energieeffizienz kommt der Thematik Luftwechsel und Raumklima eine grössere Bedeutung zu. Eine natürliche Durchlüftung genügt oft nicht mehr. Deshalb braucht es vermehrt Lüftungsanlagen, welche die Raumnutzer vor Schadstoffbelastungen, Radongaskonzentrationen und Belastungen mit Milben, etc. schützen. RLT-Anlagen dürfen selber nicht zur Kontaminationsquelle werden und müssen richtig geplant und ausgeführt werden. Für die Wartung muss die Zugänglichkeit gewährleistet sein. Die Folgen verschmutzter und verkeimter Anlagen sind weitreichend: Schleimhautreizungen, Unwohlsein, Konzentrationsschwäche, Absenzen am Arbeitsplatz, entzündliche/allergische Erkrankungen etc. Die Vorgaben der Hygiene bei Planung, Installation und Unterhalt ist in Normen und Richtlinien festgeschrieben - deren Einhaltung wird jedoch nicht überprüft, da eine Verbindlichkeit der Normen und Richtlinien fehlt. Studien zeigen, dass die vorhandenen Normen und Richtlinien häufig nicht korrekt umgesetzt werden. Die Untersuchung der Hochschule Luzern (HSLU) «Hygienezustand von Raumlufttechnischen Anlagen in der Schweiz» liefert den Beweis. Von 100 bewerteten Anlagen waren über die Hälfte nicht einwandfrei installiert und gewartet. Eine verbindliche Vorschrift für sichere, hygienische RLT- Anlagen ist daher nötig (z.B. analog Aufzugsanlagen oder Wartung und Nachkontrolle von Motorwagen). Es geht im wesentlichen darum, die vom Schweizerischen Ingenieur Architekten- Verband (SIA) und Schweizer Wärme- und Klima-Ingenieure (SWKI) herausgegebenen Normen und Richtlinien gesamtschweizerisch einheitlich durchzusetzen. Dazu braucht es eine gesetzliche Grundlage (beispielsweise im Produktsicherheitsgesetz). Eine solche kann einfach und unbürokratisch vollzogen werden. Sie schafft gleiche Voraussetzungen für alle Anbieter und verhindert damit Wettbewerbsverzerrungen. 

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