Aktuelle Informationen zur Luft- und Wasserhygiene

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Zu viel CO2 in Schulzimmern

Maturandin Livia Strasser Aus einer Maturaarbeit an der St. Galler Kantonsschule wird ein Projekt an «Schweizer Jugend forscht». «Bei meinen Messungen in den Schulzimmern an der Kanti konnte ich Werte bis zu 3'000 ppm feststellen», so die 19-Jährige Jugendforscherin Livia Strasser. «Die Daten zeigten einen signifikanten Zusammenhang zwischen der CO2-Konzentration im Raum und der Konzentrationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler».

pdf>> Poster zum Anlass Schweizer Jugend forscht 

Tobias Baumann, pdfArtikel in der Gossauer Zeitung am 01.05.2019 zu Schweizer Jugend forscht

Mit einer erweiterten Form ihrer Maturaarbeit qualifizierte sich Livia Strasser am 53. Nationalen Wettbewerb von «Schweizer Jugend forscht» für den Final, der HSR in Rapperswil stattfindet. Mit der Zulassung für die finale Phase des Wettbewerbs hat die Gossauerin ihr Ziel bereits erreicht, eine Prämierung wäre Zugabe.

pdfSCHWEIZER JUGEND FORSCHT

109 Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen von Donnerstag bis am Samstag ihre Gewinnerprojekte einer Fachjury, aber auch der Öffentlichkeit präsentieren. Mit dabei unter den Finalisten ist mit Livia Strasser auch eine Gossauerin. Sie untersuchte im Rahmen ihrer Maturaarbeit an der Kantonsschule am Burggraben die CO2-Konzentration in den Schulzimmern und deren Einfluss auf die Konzentrationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler. «Durch das Atmen produzieren wir CO2. Der Normwert in Innenräumen beträgt 1000 ppm (parts per million)», erklärt Strasser. An derf rischen Luft liege der Wert aktuell bei durchschnittlich 400 ppm. «Bei meinen Messungen in den Schulzimmern an der Kanti konnte ich Werte bis zu 3'000 ppm feststellen», so die 19-Jährige. Die Resultate der CO2-Messungen stellte Strasser anschliessend den Ergebnissen aus einem Standardtest zur Ermittlungder Konzentrationsfähigkeit, den sie mit den Schülern durchführte, gegenüber. «Die Daten zeigten einen signifikanten Zusammenhang zwischen der CO2-Konzentration im Raum und der Konzentrationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler», stellt die Jungforscherin fest. Sensoren installiert Die hohen Werte seien darauf zurückzuführen, dass zu wenig gelüftet werde. «Und lüften istnicht gleich lüften», erklärt die Gossauerin. Wichtig sei das richtige Stosslüften, das im Schulunterricht während den Pausen ja problemlos praktiziert werden könne. Ihre Ergebnisse durfte Strasser im Anschluss auch dem Lehrerkonvent präsentieren. Als Folge ihrer Arbeit wurden in einzelnen Schulzimmern an der Kanti Sensoren eingebaut, welche den CO2-Gehalt messen und bei einer Überschreitung des 1000 ppm Normwerts ein Warnsignal aussenden. Henrik Schmidt, Biologielehrer an der Kanti und Betreuer von Strassers Maturaarbeit, empfahl seiner damaligen Schülerin, ihre Arbeit bei «Schweizer Jugend forscht» einzureichen. «Zuerst durfte ich an einem Workshop teilnehmen, an dem ich eine Fachexpertin zugeteilt bekam, die mir mit Ratschlägen weiterhalf, wie an der Arbeit noch gefeilt werden könnte», erzählt Strasser. Dabei sein ist alles. Mit der erweiterten Version ihrer Maturarbeit qualifizierte sich die Gossauerin anschliessend fürs Finale in Rapperswil, das von morgen Donnerstag bis am Samstag stattfindet. «Jeder Teilnehmer betreut einen Stand. Wir durften zwei Plakate mit den Ergebnissen unserer Forschung gestalten», erzählt Strasser. In einem Kurzreferat wird sie ihre Erkenntnisse vor einer Fachjury präsentieren, welche die besten Arbeiten anschliessend prämiert. «Es ist schön, kann ich meine Ergebnisse nochmals einem anderen Publikum präsentieren. Für mich ist es ein Erfolg, darf ich am Finale dabei sein», so Strasser, die sich besonders auf den Austausch mit anderen jungen Forschern freut.

Ärztin als Traumberuf
«Unter den Teilnehmenden sind junge Leute, die sich mit ihrer Umgebung befassen und mit konkreten Forschungsergebnissen Verbesserungen in ganz unterschiedlichenBereichenanregen»,blickt die Gossauerin aufs Finale des grössten Forschungsnachwuchswettbewerbs der Schweiz voraus.Beruflichhatdie Kantiabsolventin ebenfalls ganz klare Vorstellungen. Im Juni tritt sie zum Numerus Clausus an. Im Falle eines erfolgreichen Abschneidens wird sie im September mit dem Medizinstudium in Zürich beginnen. «Mein Ziel ist die Humanmedizin oder genauer die Orthopädie. Um Medizin zu studieren, habe ich schliesslich die Matura gemacht», erzählt die junge Frau von ihren klaren Vorstellungen. Sollte sie den Numerus Clausus nicht bestehen, plant sie ein Studium der Pharmazie an der ETH.

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