Aktuelle Informationen zur Luft- und Wasserhygiene

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Komfortables Innenraumklima - ist das gesund?

Raumklima hinterfragenAn einem technischen Fachkongress in Berlin plädiert unser Schweizer Mediziner Dr. W. Hugentobler auf tiefere Raumtemperaturen. Da die Gebäude-Qualität und Volks-Gesundheit eng miteinander verbunden sind, wurde der stetige Anstieg der Heiz-Temperaturen, die Monotonie des Gebäudeklimas über Zeit und Raum, sowie «Trockenheit von vorher nie dagewesenem Ausmass mit Kulmination in der Heizperiode» hinterfragt.
pdfDanke für die sehr interessanten Folien!

Der gewaltige Einfluss des Klimas auf Evolution und kulturelle Entwicklung des Menschen wurde bis vor wenigen Jahren noch masslos unterschätzt. Grund für das Aussterben des Neandertalers war gemäss neuesten Evolutionstheorien, dass sein Körperbau und sein ineffizienter Energiehaushalt der entscheidende Nachteil war gegenüber seinem Konkurrenten Homo sapiens.

Genau dieser effiziente Umgang mit den Energie-Ressourcen wird dem Homo sapiens im «Komfort-Klima» moderner Gebäude nun zum Verhängnis.

Evolutiv angenomme Regelmechanismen führen dazu, dass die Raumbenutzer jede Offerte für eine höhere Raumtemperatur mit Wohlgefallen aufnehmen werden und sich immer mehr dem Grenzwert von 24.5 Grad annähern werden. Ganz nach dem Motto „Wie es euch gefällt“, wurden diese Komfortkriterien in Normen und heutige Betriebsweise aufgenommen. 

Aus demselben Grund werden die Raumnutzer tiefere Luftfeuchtigkeit jederzeit (zumindest kurzfristig!) begrüssen, da sie die feuchte Wärmeabgabe erleichtert. Die Wärmebilanz hat Priorität gegenüber der Flüssigkeitsbilanz und kann damit bis zu einer Dehydrierung führen.

Mit dieser Komfortsteigerung ging vergessen, nach möglichen gesundheitlichen Konsequenzen zu fragen, in der falschen Annahme, dass komfortabel auch gesund sei.

Die Stoffwechselforschung hat einen neuen Kick bekommen, seit vor gut 10 Jahren entdeckt wurde, dass braunes Fett bei vielen Erwachsenen und nicht nur bei Säuglingen vorkommt. Im Gegensatz zum weissen Fett, das reine Speicherfunktion hat, ist das braune Fett 10x stoff-wechselaktiver. Der Säugling braucht es zur Wärmeproduktion und damit zur Verhinderung der Auskühlung.

Die Aktivität des braunen Fettes verbessert auch den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel und reduziert damit die Risikofaktoren für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

  • wenn wir uns fast ausschliessliche in der Temperatur-Komfortzone aufhalten, sparen wir Wärmeenergie ein, nehmen aber dafür ein erhöhtes Risiko von Übergewicht und eine Stoffwechselverschlechterung in Kauf.
  • Experimente in Klimakammern zeigen, dass schon wenige Stunden «Kälte-Stress» oder «Hitze-Stress», wenige Grade ausserhalb der Komfortzone, führen dazu, dass das braune Fett aktiviert wird und vermehrt gebildet wird.

Vielleich folgt die baldige Erkenntnis:

Ist Abnehmen einfach? --> tiefere Raumtemperaturen wählen!

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