Optimierungspotential der Schulhaus-Lüftung
Energieeffizienter Schulneubau in DE unter der Lupe:
Der energieoptimierte Neubau des Willibald-Gluck-Gymnasiums liefert nach dem ersten Jahr im regulären Betrieb gute Werte bei Wärmepumpe und Photovoltaik. Optimierungs-Potenzial gibt es beim Betrieb der Lüftungsanlagen. Plusenergie auch bei Schule wird möglich.
Alle Klassenräume werden über zentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung mechanisch belüftet, bedarfsgesteuert über die CO2-Konzentration. Die Kühlung der Räume erfolgt passiv über die Betonkerntemperierung. Außerdem wird die Zuluft durch adiabate Abluftbefeuchtung gekühlt. Eine Nachtlüftung über die Lüftungsanlagen unterstützt das Konzept. Damit wird bisher insgesamt ein guter bis akzeptabler Raumkomfort erreicht. Um dies zu verbessern, wurden die Freigabe der adiabaten Kühlung, die Zuluft-Temperaturen, die Umschaltung zwischen Sommer-/Winterbetrieb sowie die Reglung der Nachtlüftung inzwischen angepasst. Als weitere Ursache für die Abweichung der gemessenen und sich einstellenden Raumtemperatur wurde die nicht korrekte Positionierung der Temperaturfühler in den Klassenzimmern ausgemacht.
In Bezug auf den CO2-Gehalt wird eine hohe bis mittlere Raumluftqualität erreicht. Mässige Raumluftqualität tritt vor allem in Räumen auf, die im Betrieb anders genutzt werden als geplant. Raumweise wurden hier bereits erste Anpassungen der Luft-Volumenstrom-Regelung vorgenommen. Da die mechanische Lüftung bei Fensteröffnung automatisch abschaltet, kann sich die Luftqualität in den Klassenräumen durch gekippte bzw. angelehnte Fenster verschlechtern. Das ist für die Nutzer noch gewöhnungsbedürftig.
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