Treibhausgasflüsse Europas messen und verstehen
Erstmals errichten europäische Umweltforscher gemeinsam ein standardisiertes Netz von Messstationen, um Treibhausgaskonzentrationen und -flüsse über die nächsten 20 Jahre zu beobachten.
Das wahrscheinlich prominenteste Beispiel für langfristige atmosphärische CO2-Erhebungen sind die kontinuierlichen Messreihen der meteorologischen Forschungsstation Mauna Loa auf Hawaii seit Ende der 1950er-Jahre. Dabei hat sich die CO2-Konzentration seit 1960 um über 25 % erhöht.

Diese Kurve kommt häufig zu Einsatz, um den direkten Zusammenhang zwischen der steigenden THG-Konzentration in der Atmosphäre und der globalen Erwärmung aufzuzeigen. Ähnliche Aufzeichnungen, die jedoch weniger weit zurückreichen als die Mauna-Loa-Daten, gibt es von Schweizer Messungen auf dem Jungfraujoch. Diese Daten verdeutlichen nicht nur den langfristigen Anstieg der THG-Konzentrationen, sondern zeigen auch schön deren jahreszeitliche Schwankungen. Die Unterschiede im Jahresverlauf ergeben sich, weil insbesondere auf der Nordhalbkugel im Sommer CO2 über die Photosynthese aufgenommen und im Winter freigesetzt wird.





