Aktuelle Informationen zur Luft- und Wasserhygiene

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Der Feinstaub wird uns alle kriegen

Neueste Untersuchungen zeigen, dass die Feinstaubbelastung in unterirdischen Bahnhöfen höher liegt als an viel befahrenen Kreuzungen. Mit sensiblen Messgeräten ausgestattet, liefen zwei Mitarbeiter der Dekra durch Stuttgart. Die Überraschung: Die fleißigen Tester massen zwar regelmässig überschrittene Grenzwerte, aber nicht dort, wo wir – dem Dauergepredige linker Verkehrsapostel sei Dank – sie vermuten würden. Nicht etwa viel befahrene Strassen waren der beliebteste Aufenthaltsort der verhassten Schwebeteilchen, sondern – ausgerechnet! – U- und S-Bahn-Stationen. Nein! Doch. Ausgerechnet.

Die Welt,  Guido Bellberg

Feinstaub, dieser alte Lieblingsschlingel linker und grüner Verkehrspolitik, ist schwer zu finden, einfach weil er unsichtbar ist. Das bedeutet aber nicht, dass er nur eingebildet ist. Mit sensiblen Messgeräten ausgestattet, liefen zwei Mitarbeiter der Dekra nun durch Stuttgart und maßen, was das Zeug hielt, so berichten die „Stuttgarter Nachrichten“. Also die Zeitung aus jener Stadt, die durch Feinstaubgehalt, Autoliebe und Öko-Aktivismus quasi europaweit bekannt ist.

Die Überraschung: Die fleißigen Tester maßen zwar regelmäßig überschrittene Grenzwerte, aber nicht dort, wo wir – dem Dauergepredige linker Verkehrsapostel sei Dank – sie vermuten würden. Nicht etwa viel befahrene Straßen waren der beliebteste Aufenthaltsort der verhassten Schwebeteilchen, sondern – ausgerechnet! – U- und S-Bahn-Stationen. Nein! Doch. Ausgerechnet.

Ich erspare Ihnen langweilige Details, aber ein paar Zahlen müssen dennoch sein. Der Tagesgrenzwert für die unangenehmen Plagegeister liegt bei 50 Mikrogramm – dies bedeutet, dass im Durchschnitt eines Tages maximal 50 milliardstel Gramm Feinstaub in einem Liter Luft herumschweben dürfen.

Nicht nur böse Autos verursachen Feinstaub

Das ist sehr streng und vorbildlich preußisch, heißt aber auch, dass jeder Opa, der mit seiner Zigarre über die Straße spaziert, sofort Alarm auslöst. Denn der böse Feinstaub wird natürlich nicht nur von Autos emittiert, sondern, vereinfacht gesagt, von allem, was qualmt, und allem, was, aus der Bewegung kommend, abgebremst wird.

Dies bedeutet wiederum, dass romantische Kerzendinner, heimelige Kaminfeuer in den toskanischen Anwesen besorgter Politikerinnen und eine einzige Zigarette die Messungen im Handumdrehen über die Grenzwerte prügeln.

Und es bedeutet außerdem, dass Frau und Mann beim Nachdenken – so sie denn zur Gehirnaktivität neigen – ziemlich schnell auf die richtige Erkenntnis stoßen, dass auch Fahrräder, U-Bahnen und Züge jede Menge Feinstaub ausstoßen, was einfach am Abrieb von Bremsbelägen, Felgen und Gleisen liegt und sich schwerlich verhindern lässt, egal, wie oft der Umweltausschuss tagt.

Bei den Dekra-Messungen sorgte schon ein einzelner fröhlich vorbeispazierender Raucher für ein Anstieg von 20 auf satte 150 µg. Alarm, Alarm, Alarm. Ärgerlich, dass die fleißigen Tester kein Handlöschgerät dabeihatten.

Eine dreifache Überschreitung des Grenzwerts durch einen einzelnen Raucher ist schon heftig, aber es geht noch besser. Wo die Messgeräte der engagierten Mitarbeiter an einer der berüchtigsten und vielbefahrensten Straßen Deutschlands nur schlappe 25 Mikrogramm Feinstaub messen konnten, schafften es die untersuchten Bahnstationen allesamt locker auf 100 µg oder mehr – das Doppelte der erlaubten Tagesdosis.

Dass man aber auch diesen Wert, wenn man nur engagiert genug misst, noch locker toppen kann, zeigt eine Messung im Raucherzimmer der Dekra selbst, bei der rekordverdächtige 260 µg gemessen werden konnten. Sauber, Jungs!

Doch was bedeutet all dies nun für die Verkehrspolitik und das hysterische Geschrei um Fahrverbote?

Wahrscheinlich nichts, denn erstens hat so mancher engagierte Politiker so seine Schwierigkeiten mit Zahlen im Allgemeinen und Zahlen im Zusammenhang mit Umweltschutz im Besonderen, man denke nur an Claudia Roth, die – vielleicht in ihrer türkischen Ferienvilla sinnierend – vor einiger Zeit ernsthaft den Eindruck erweckte, in Fukushima seien 16.000 Menschen durch Atomkraft gestorben. Während die tatsächliche Anzahl natürlich bei null lag. Macht ja nichts, Hauptsache, die eigene Klientel kann weiter zetern und wettern.

Und zweitens muss man fairerweise sagen, dass eine einzelne Untersuchung, zumal von einer privaten Organisation, nicht ausreicht, um einen Wandel in Denken und Handeln zu bewirken. Zumal die beiden letzteren Dinge ja ohnehin nicht immer etwas miteinander zu tun haben. 

 

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