Aktuelle Informationen zur Luft- und Wasserhygiene

Aktuelle Informationen zur Luft- und Wasserhygiene

Vertrauen schaffen mittels Zertifizierung - Treff

Treff fur ZertifizierungEs war ein guter Treff. Viele Teilnehmer haben sich vor Ort zur Zertifizierung angemeldet! Aktive Firmen starten zuerst. Wann folgen Sie oder achten auf Firmen mit Zertifikat? 
Das Bewusstsein bei den Teilnehmern war gross, es muss etwas passieren, damit die Lüftung positiver wahrgenommen wird. Nutzen und Bekanntheit für Qualität bei Planung bis Betrieb gilt es zu fördern.

 

Der SVLW-Präsident Alfred Freitag überzeugte von der Notwenigkeit zur Qualitätssteigerung - Luft ist eine Lebensnotwenigkeit.
Elvira Bieri, Geschäftsführerin von SGS erläuterte Vorgehen, Aufwand und Nutzen. Unterstützt werden damit Labels wie Minergie oder SNBS.
Eine rege Diskussion - warum ich - zeigte auf: Jeder ist gefordert um Bewusstsein für gute Raumluft-Qualität zu fördern.

Alfred Freitag stellt neues Poster vor
Elvira Bieri informiert über Abläufe
Austausch
Fragen & Diskussion
Dialog mit Teilnehmern
Apéro
Austausch im Anschluss
Treff für Zertifizierung

 

Vertrauen schaffen mittels Zertifizierung

Lüftungsanlagen haben heute vielerorts einen schlechten Ruf. Der Schweizerische Verein für Luft- und Wasserhygiene (SVLW) will mit andern Verbänden und Firmen diesem Zustand nun wirksam begegnen.

Fachartikel von Oskar E. Aeberli

Sauberes Wasser und frische Milch sind hierzulande wichtige Lebensmittel und werden von den Menschen deshalb auch sehr geschätzt. Lebensnotwendig für die Gesundheit ist allerdings vor allem eine gesunde Atemluft. Und diesbezüglich besteht leider heute in vielen Arbeits- und Wohnräumen in der Schweiz noch ein Defizit. Dies, weil vorhandene Lüftungsanlagen entweder schlecht installiert sind oder aber grobe Mängel aufweisen. Der Schweizerische Verein für Luft- und Wasserhygiene (SVLW) möchte anpacken und diesen Zustand nun mittels Zertifizierung von Fachfirmen über die gesamte Wertschöpfungskette verbessern.

Gesunde Luft als Grundrecht

Wir Menschen können maximal drei Wochen ohne Essen und Wasser überleben. Ohne Luft bzw. Sauerstoff jedoch ist ein Überleben nur während drei Minuten gewährleistet.„Gesunde Luft ist daher ein Grundrecht der Menschen, und dieses sollte deshalb auch in Arbeits- und Wohnräumen gewährleistet sein“, betont Alfred Freitag, Präsident SVLW, mit Nachdruck. Gesundheit bedingt jedoch, dass die Lüftungsanlagen in Gebäuden gut geplant und richtig installiert sind, andernfalls klagen Betroffene über Unwohlsein, Zugluft. oder Lärm Leider sieht die Praxis aber gemäss einer Studie der Hochschule Luzern anders aus. Bei Neubauten wurden grobe Fehler bei der Planung (20,6%), der Bauleitung (25.2%) und der Ausführung (45.1%) von Lüftungsanlagen ermittelt. Wobei die festgestellten Mängel bei der Ausführung vor allem dem enormen Zeitdruck in der Branche zugeschrieben werden.

Studie belegt schwere Mängel

Auf Seiten der Bewohner wurden dabei die Zugluft (14,4%), ein zu hoher Lärmpegel (12,2%) der Lüftung und übel riechende Zugluft als wesentliche Mängel festgestellt. Im Rahmen der Studie sind aber auch die Schimmelbildung in den Wohnungen und in Kellern (5,7%) genannt worden. Schwerer zu gewichten sind indessen für die SVLW die festgestellten Mängel bei der Planung und Ausführung von Lüftungsanlagen. Dabei wurden die Strömungsgeräusche (22,0%), nicht korrekt gebaute Lüftungskanäle (18,0 %) und eine unregelmässig funktionierende Lüftung (14%) beanstandet. Bei der Kontrolle der Mehrzahl von Lüftungsanlagen wurde zudem eine schlechte Installation und in den ersten Jahren ungenügende Wartung ermittelt. Als Hauptproblem wiesen die Lüftungskanäle zu viele Schlaufen und Kreuzungen auf; die Ursache für erhöhten Energieverbrauch und massive Strömungsgeräusche.

Vorteile einer guten Lüftung

Der SVLW weisst bei seiner Kampagne für eine gesunde Raumluft auch auf die wesentlichen Vorteile einer guten und richtig funktionierenden Lüftung hin. Diese bedeuten für den Besitzer einen erhöhten Gebäudewert (7-35%) und einen höheren Mietertrag (6-17%), je nach Grösse des Objektes. Eine optimal funktionierende Gebäudetechnik hilft zudem über ein Jahr betrachtet die Energiekosten bis 40% zu senken und in Betrieben die Abwesenheit der Arbeitnehmer bis 70% zu reduzieren. Dabei führt eine ideale Temperatur (20-25°), die richtige Luftfeuchtigkeit (30-50%) und eine minimale CO2-Konzentation (500-1000 ppm) zu einer erhöhten Leistung und Zufriedenheit der Arbeitnehmer. „Leider gibt es im Gegensatz zu den Autos für die Installation und Instandhaltung von Lüftungsanlagen aber keine gesetzlichen Vorschriften. Deshalb müssen wir als Branche dafür sorgen, dass diese Anlagen den Nutzern Freude bereiten“, so Martin Bänninger, Geschäftsführer SVLW.

Zertifizierung von Firmen

„Leider sind viele planende und ausführende Unternehmen heute nicht in der Lage, trotzt Normen von SIA und SWKI, eine einwandfreie Lüftungsanlage zu realisieren. Damit die Bauherren jedoch künftig wissen, welche Unternehmen dazu effektiv qualifiziert sind, ist eine Zertifizierung von Lüftungsanlagen von der Planung bis hin zur Instandhaltung dringend erforderlich“, so Freitag. Und diese anspruchsvolle Aufgabe will der SVLW nun in Kooperation mit der Société Générale de Surveillance SA (SGS) übernehmen und als unabhängiges Gremium eine Liste der zertifizierten Unternehmen auf der Website auflisten. Die Vorteile einer künftigen Zertifizierung von qualifizierten Fachfirmen sieht der Präsident u.a. in der Verbesserung der bestehenden Prozesse, der Innovation und im Wohlbefinden der Menschen bei der Arbeit und und im Wohnen.

Kriterien für die Firmenprüfung

„Die Firmenprüfung erfolgt über ein spezielles Audit, das alle fünf Jahre vor Ort stattfindet. Die Überwachungsaudits finden dabei im jährlichen Zyklus in Form einer Dokumentenprüfung statt“, erläutert Elvira Bieri, Geschäftsführerin von SGS Schweiz. Diese wird auf der Basis der folgenden vier Dokumente durchgeführt: Aktuelle Personalliste mit Eintrittsdatum, Qualifikationsnachweis neuer Mitarbeitender, Schulungsplan und -nachweis sowie Änderung von Verfahren und Arbeitsanweisungen. Ausserordentliche Audits vor Ort während des Zyklus sind insbesondere im Falle signifikanter Veränderungen der Organisation und bei Beschwerden erforderlich. Auch Fachfrau Elvira Bieri betont die Notwendigkeit einer Zertifizierung, weil 30% der THG-Emissionen durch Gebäude verursacht werden. Die Gesamtkosten über den Fünfjahreszyklus betragen pro Unternehmen je nach Anzahl beschäftigten Mitarbeiter zwischen 2500 Fr. (1-10) und 8000 Fr. (über 100).

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