Aktuelle Informationen zur Luft- und Wasserhygiene

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Pettenkofer-Zahl und CO2-Konzentrationen

Wie Pettenkofer dicke Luft bereit im 1858 definierte, sowie heutige Empfehlungen gemäss Arbeitsgesetz, SIA, SNBS:

Am stärksten verunreinigt wird die Innenraumlauft durch den Menschen selbst – davon war der Münchner Chemieprofessor Max von Pettenkofer überzeugt. In seinem 1858 erschienen Buch „Über den Luftwechsel von Wohngebäuden“ vertrat er die These, dass die Luftverschmutzung durch eine gute Reinigung von Gebäuden deutlich reduziert werden kann. Nicht gänzlich zu vermeiden sei jedoch die Kohlendioxidbelastung durch die ausgeatmete Luft der Bewohner und die Stoffabgabe über deren Haut, schrieb der bayerische Hygieniker. Als oberen Grenzwert für eine ausreichende Luftqualität definierte er eine Zunahme des Kohlendioxidgehalts im Vergleich zur Aussenluft um 0,1 Volumenprozent. Das entspricht 1000 Kohlendioxid-Molekülen auf 1 Million Luftteilchen (parts per million, ppm). Die sogenannte Pettenkofer-Zahl galt lange als Massstab zur Bewertung der Innenraumluft.
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Erst in jüngster Zeit wurde sie von differenzierteren Klassifikationen abgelöst. Die seit 2008 in Deutschland geltenden Leitwerte für Kohlendioxidkonzentrationen in der Innenraumluft unterscheiden zwischen „hygienisch unbedenklich“ (bis 1000 ppm), „hygienisch auffällig“ (bis 2000 ppm) und „hygienisch inakzeptabel“ (ab 2000 ppm).

In der Schweiz gilt:

  1. Gemäss Wegleitung zur Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz ist eine gute Raumluft dann gegeben, wenn die Gesamtkonzentration von 1'000 ppm CO2 über die Nutzungszeit nicht überschritten ist; über 2'000 ppm CO2 werden besondere Massnahmen erforderlich.

  2. Gemäss SIA 382/1 Zif. 1.7.3 gelten untenstehende Raumluftwerte in CO2 zur Beurteilung der Luftqualität.

  3. Raumluft-Qualität 107.1 nach SNBS-Standard
    Nachweis der Einhaltung der Beurteilungswerte für natürliche oder mechanische Lüftung.  Es ist aufzuzeigen, wie folgende Werte durch hygienisch einwandfreien Luftaustausch gewährleistet sind. Gemäss Nutzungskonzept werden CO2-Durchschnittswerte pro Stunde in ppm CO2 vereinbart.
  • ≤ 2000: Raumluft mit niedriger Luftqualität, für seltene Nutzung
  • ≤ 1400: Raumluft mit mässiger Luftqualität, RAL 3 gemäss SIA 382/1 
  • ≤ 1000: Raumluft mit mittlerer Luftqualität, RAL 2 gemäss SIA 382/1 
  • ≤  800: Raumluft mit guter Luftqualität, für höhere Anforderungen

 

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